Bereits unsere Vorfahren waren auf räumliches Hören angewiesen, um nicht wilden Tieren wie z.B. dem Säbelzahntiger zum Opfer zu fallen.

3D-Hörgeräte

Mittendrin:
Dreidimensionales Hören setzt sich durch

Noch vor wenigen Jahren betrachtete die Hörforschung die Ohren einzeln. Auch die Hörgerätetechnik war einseitig ausgerichtet: Rechtes und linkes Hörgerät wurden separat eingestellt und fristeten am Ohr des Hörgeräteträgers ein Leben in Einsamkeit: Das rechte Hörgerät nahm vom linken keine Notiz.

Die Hummel fliegt direkt vor Ihrer Nase vorbei.

Schließen Sie für einen Moment die Augen. Stellen Sie sich vor, wie eine Hummel von links nach rechts an Ihnen vorbeifliegt. Sie hören das typische Summen. Sie können die Hummel vor Ihrem geistigen Auge verfolgen, wissen jederzeit, wo sie gerade ist. Ihr Hörzentrum ist in der Lage, aus dem Klang am linken und am rechten Ohr einen räumlichen Zusammenhang zu erstellen. Sie hören die Hummel in 3D.

Ist Ihr Hörzentrum ist in der Lage, aus dem Klang am linken und am rechten Ohr einen räumlichen Zusammenhang zu erstellen?

Nützliche Erfindung gegen Säbelzahntiger

Mutter Natur hat das fein eingerichtet. Aus gutem Grund: Als Menschen noch jagten und sammelten, war räumliches Hören überlebenswichtig. Das Knacken des Astes hinten links im Gebüsch konnte die entscheidenden Sekunden Vorsprung auf der Flucht vor dem Säbelzahntiger ermöglichen. Heutzutage ist die 3D-Verarbeitung mindestens ebenso wichtig: Sie ermöglicht uns zum Beispiel die Lokalisierung her-annahender Autos und wir können in lärmvollen Situationen trotz tosender Geräusche Sprache aus dem Tohuwabohu noch heraushören.

Wenn das Raumgefühl verschwindet

Ganz allmählich, Dezibel für Dezibel, wird mit schwindendem Gehör auch das räumliche Hören schlechter. Immer häufiger wird man von Geräuschen überrascht. Oft machen einem die Nebengeräusche zu schaffen, weil sie den nützlichen Schall (z. B. Sprache) im Raum überdecken.

Ganz neu: Raumgefühl im Hörgerät

Die neueste Generation volldigitaler Hörgeräte berücksichtigt diese Verkettung von rechtem und linkem Ohr. Sie stellen nicht nur räumliche Orientierung wieder her, sondern unterstützen das menschliche Gehör gezielt dabei, in schwierigen Situationen richtig zu hören, entspannt zu lauschen und die ganze Pracht der akustischen Umwelt wahrzunehmen.

Die neuesten vier 3D-Errungenschaften in unseren Hörgeräten:

1. Mikrofone: Aus einem mach vier!

Räumliche Orientierung ist auch in schwierigen Hörsitutationen wichtigModerne Hörgeräte besitzen zwei Mikrofone – pro Seite! Die Hochleistungsprozessoren im Inneren der Geräte sind in der Lage, ankommende Klänge in Sekundenbruchteilen zu analysieren und das Ergebnis der Analyse zum gegenüberliegenden Ohr zu senden. So können sich beide Hörgeräte quasi absprechen und zusammen eine Strategie entwickeln, wie zum Beispiel Umgebungslärm verringert und Sprache herausgehoben werden kann. Das Ergebnis: Sie hören auch in schwierigen Situationen leichter und müssen sich nicht so sehr konzentrieren.

2. Sicherheit: Für Autos (und kleine Tiger)

Bei herannahende Autos oder Warnsignale sollte frühzeitig erkannt werden woher das Signal oder Geräusch kommtBei herannahenden Fahrzeugen oder bei Warnsignalen ist es wichtig, sofort zu erkennen, woher das Signal kommt. Um das zu ermöglichen, gibt die neue Generation von 3D-Hörgeräten die Klänge nahezu ohne Verzögerung weiter. Rechtes und linkes Signal kommen so im Ohr an, wie auch jeder andere Mensch die Klänge hört. So ist räumliche Orientierung wieder möglich. Sie hören nicht nur das Auto ankommen, sondern können zum Beispiel auch das Schnurren Ihres kleinen Stubentigers orten.

3. Telefonieren: Klang verdoppeln

Ihr Hörgerät erkennt automatisch wenn Sie telefonierenGanz neu in den aktuellen 3D-Hörgeräten: Intelligentes Management von Telefongesprächen, ohne dass man etwas tun muss. Ihr Hörgerät erkennt, wenn Sie telefonieren. Um das Gespräch auf dem Telefonohr besser verstehen zu können, wird der Umgebungslärm auf dem Gegenohr abgeschaltet. Oder noch besser: Lassen Sie das Telefonsignal doch einfach auf beiden Ohren einspielen. Sie hören doppelt so viel und können sogar undeutlichen Sprechern folgen.

4. Fernsehen: Aus Kofferradioklang wird HiFi-Sound

Das Tonsignal des Fernsehers wird direkt in Ihre Hörgeräte übertragenWenn Sie in vier Metern Entfernung vor Ihrem Fernseher sitzen, kommt vom guten Klang nicht mehr viel an: Der Ton ist dumpf und aus Stereo ist am Ohr längst Mono geworden. Unsere neuen 3D-Hörgeräte können mehr: Sie übertragen den Ton des Fernsehers direkt und unverhallt in die Hörgeräte. In kristallklarem Stereo. So wird der nächste Tatort zum Erlebnis!

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