Messeneuheit: BE von Resound
Das Hörgerät Ace von Siemens verstärkt die wichtige Dingen und lässt Unwichtiges nicht zu laut werden. Das Hörgerät Ace von Siemens verstärkt die wichtige Dingen und lässt Unwichtiges nicht zu laut werden.

Resound BE

Resound BE HörgerätTo BE or not to BE

Skandinavische Wissenschaftler lösen ein großes Hörgeräteproblem: Die Erfindung einer neuen Hörgeräteart sorgt für nahezu unsichtbare Hörtechnik bei gleichzeitig belüfteten Ohren. Wir waren bei den Ersten, die diese Technik in Leipzig, auf Europas größter Hörgerätemesse, in Augenschein nehmen durften.

Es war einmal in den 50ern...

Bis 1957 gab es „elektrische Hörapparate“ nur in Form von kleinen Kästen, die auf dem Tisch oder unter der Jacke platziert wurden. Mit der Erfindung des Transistors wurden die „Hörhilfen“ kleiner und konnten hinter dem Ohr oder im Ohr platziert werden. Erstaunlicherweise hat sich an diesen beiden Bauformen (Fachleute nennen sie „hinter dem Ohr / HdO“ und „in dem Ohr / IdO“) bis heute nichts geändert.

Prominente machten den Weg frei

Wenn Claus Kleber (heute Journal), Thomas Gottschalk (Wetten Dass) oder Günter Jauch (Stern TV) im Studio moderieren, sitzt meist ein kleiner Knopf im Ohr, der sie mit Informationen versorgt. Damit der Zuschauer diesen Knopf nicht sieht, ist er winzig und sitzt nahezu unsichtbar im Gehörgang. Das Forschungsteam des dänischen Hörgeräteherstellers Resound hatte genau diese Lösung vor Augen, musste jedoch zusätzliche Computertechnik unterbringen. Zudem war wichtig, dass die neue Technik die Ohren nicht verschließt.

Das Eckige muss in das Runde

Das Ergebnis nennen die skandinavischen Forscher BE (englisch, gesprochen: „Bieh“). Sie lösten das Problem Mithilfe von zwei Verbesserungen: Zum einen wurde eine neue Generation von Computertechnik und noch kleinere, leistungsfähigere Lautsprecher eingesetzt. Zum anderen wurde das Mikrofon ausgelagert und das Gehäuse mit einer viereckigen Form versehen. Was auf den ersten Blick seltsam klingt, ist im Grunde genial: Ein Gegenstand mit vier abgerundeten Ecken sorgt im menschlichen Gehörgang für 4 große Frischluftkanäle.

Noch nie gab es ein Im-Ohr-Hörsystem, das so viel Ohrbelüftung zuließ. Damit wird Feuchtigkeit und Hitze sowie das bislang sehr störende Verschlussgefühl im Ohr verhindert. Bereits nach wenigen Stunden fühlt der Träger das BE nicht mehr.

Spionageantenne

Das Mikrofon des BE ist aus dem Gehäuse ausgelagert, praktisch wie eine Antenne. Die beiden hauchdünnen Verbindungsdrähte (weniger als ein Zehntel Millimeter Durchmesser) sind durch eine transparente Hülle geschützt. Verbindung und Mikrofon schmiegen sich der Ohrmuschel optimal an und sind kaum zu sehen. Der Raum hinter dem Ohr bleibt völlig frei. Dadurch kann kein Brillenbügel stören.

Uns überraschte, dass sich das BE trotz dieser grazilen Technik ohne aufwändiges Hantieren mit nur zwei Handgriffen ins Ohr setzen lässt. Beinahe unsichtbare Technik und trotzdem einfache Handhabung. James Bond hätte seinen Spaßdaran...

Resound BEMit Abstand mehr Klang

Manchmal sind Zufälle die Grundlage für große Erfindungen. Eigentlich sollte das Mikrofon beim BE nur aus Platzgründen ausgelagert werden. In klinischen Versuchsreihen stellte sich jedoch heraus, dass ein ausgelagertes Mikrofon klassischen Hörgeräten erheblich überlegen ist: Die Ohrmuschel fängt den Schall ein, verhindert, dass wir Windgeräusche zu stark hören und unterstützt das Richtungshören. Genau diese drei Faktoren nutzt das BE aus:

  • Windgeräusche werden praktisch unhörbar. Erste Tests zeigten, dass man mit BE sogar noch im Sturm hören kann.
  • Schall kommt kristallklar an. Die hohe und freie Position des Mikrofons fängt den Schall ungestört ein.
    So wird ein besonders klares Signal eingefangen. Zusätzlich werden Rückkopplungen (lästiges Pfeiffen) auf diese Weise verhindert.
  • Besseres Richtungshören durch die Abschattung der Ohrmuschel. Das BE-Hörsystem kann Richtungsschall wahrnehmen wie ein Ohr ohne Hörunterstützung.

Technik: Neuester Stand

Das BE ist mit einer neuen Anpassautomatik versehen. Im HörStudio Tiesing ermitteln wir zunächst Ihren aktuellen Hörstatus und programmieren diesen in das BE ein. Nachdem wir Ihren persönlichen Hörgeschmack berücksichtigt haben, beginnt das BE, ohne dass Sie es wahrnehmen, die Hörwahrnehmung langsam zu steigern. So wird Ihr Gehör nach und nach an ein immer volleres Klangspektrum herangeführt. Das erleichtert die Eingewöhnung enorm.

Eine weitere Neuentwicklung nennt sich „Warp 17“. Der Computerchip des BE schafft es dabei nahezu, die natürliche Funktion der menschlichen Hörschnecke (Cochlea) nachzubilden. Die Hörumgebung wird ständig analysiert und das Klangspektrum in 17 Bereiche unterteilt. So, wie es die Cochlea ebenfalls tut. Auf diese Weise gleicht das Hörsystem den Hörverlust ständig möglichst perfekt aus. Unser erster Eindruck war, dass „Warp 17“ einen besonders natürlichen Klangeindruck ermöglicht.

Großer Andrang: Die Weltpremiere von BE

Es war der vielleicht größte Andrang auf der Hörakustikmesse in Leipzig: Presse und Fachpublikum drängten sich am Stand der Firma Resound, um das BE mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Händen berühren zu können.
Wir waren der Presse und vielen Kollegen einen Schritt voraus: Bereits Ende September haben wir die ersten Muster in Händen gehalten und Kenntnis über die technischen Daten erlangt. Während Sie diese Zeilen lesen, testen unsere Kunden im HörStudio Tiesing bereits das neue BE.

Unser Fazit:

Mit dem BE gesellt sich eine völlig neue Hörgeräteart zu den klassischen Hörsystemen. Wir glauben, dass die neuen BE-Hörsysteme eine wirkliche Bereicherung auf dem Hörgerätemarkt darstellen und viele Probleme lösen können. Besonders begeistert waren wir davon, dass BE im Ohr tatsächlich kaum sichtbar ist. Die deutlich verbesserte Windunempfindlichkeit hat uns überrascht und der erste Klangeindruck ist wirklich erwähnenswert.

Wir glauben, dass Resound mit seinem neuen Hörsystem einen ganz großen Schritt an die Spitze der Hörgeräteliga gemacht hat und viele Menschen mit Hörverlust mit dem BE große Vorteile haben werden. Um bei der Überschrift (To BE or not to BE / Sein oder nicht sein) zu bleiben und es mit William Shakespeare zu sagen: To BE! (sein!)

Machen Sie sich Ihr eigenen Bild vom BE. Testen Sie es bei uns im HörStudio Tiesing.

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