Kompression: Der große Matratzenvergleich - Aktuelles aus dem HörStudio Tiesing

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Kompression: Der große Matratzenvergleich

Veröffentlicht am: 6. Dezember 2019

Was hat eine Matratze mit einem Hörgerät zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, aber wir finden, die Matratze ist ein tolles Beispiel, um den Fachbegriff „Dynamikkompression“ zu erläutern.

Die Dynamikkompression ist das Mauerblümchen unter all den Hochleistungsfeatures in modernen Hörgeräten. Sie sorgt dafür, dass die Lautstärke im Ohr immer auf einem angenehmen Niveau gehalten wird, hält sich aber ganz diskret im Hintergrund und fällt niemandem groß auf.

Leise, laut und der Weg dazwischen

Die Lautstärke ist ein wichtiges Thema bei der Hörgeräte-Anpassung. Leise Töne sollen wieder hörbar werden, laute Töne sollen aber nicht stören. Den Bereich zwischen ganz leise und sehr laut nennen wir Dynamik. Menschen mit gesundem Gehör haben eine sehr große Dynamik, sie nehmen ganz leise Töne wahr, gleichzeitig verkraften sie hohe Lautstärken relativ problemlos. Und dazwischen gibt es eine Fülle von Lautheitseindrücken.

Wenn das Gehör jedoch nicht mehr ganz fit ist, dann dauert es recht lang, bis ein Ton überhaupt gerade so wahrgenommen wird. Dann jedoch geht es ziemlich schnell und die Lautstärke wird als unangenehm hoch empfunden. Der Bereich zwischen leise und laut ist sehr klein, die Dynamik ist eingeschränkt.

Wenn der Hörverlust auf die Matratze fällt

Jetzt wird es Zeit, die Matratze hinzuzuziehen. Wenn eine Matratze einfach nur so da liegt, ist sie ganz eben und nirgendwo eingedellt. Legt man ein Lineal an, hat sie die volle Höhe. Sobald sich aber ein Mensch darauf legt, wird die Matratze zusammengedrückt. Je nach Gewicht des Menschen wird sie stärker oder schwächer komprimiert. Es kann auch sein, dass die Schultern oder die Hüfte stärker reindrücken als zum Beispiel die Füße, weil dort die Last größer ist.

Bei der Lautstärke ist es ganz ähnlich. Der Hörverlust lastet wie der schwere Körper auf der Lautstärkedynamik und presst diese zusammen. Die Zone für unterschiedliche Lautheits-Wahrnehmungen wird immer enger. Ähnlich wie bei den Schultern und Hüften auf der Matratze können auch verschiedene Töne unterschiedlich stark auf die Dynamik drücken.

Viele Menschen nehmen die tieferen Töne noch sehr gut wahr. Das Gehör für die helleren Frequenzen lässt dagegen schneller nach. Die Lautstärkedynamik ist in den tiefen Tönen also noch in voller Höhe da, während sie im Hochtonbereich stark eingeengt sein kann.

Kann man Töne zusammendrücken?

Für moderne Hörgeräte ist das kein Problem, denn sie haben alle eine Dynamikkompression. Kompression heißt, dass irgendetwas zusammengedrückt, verdichtet wird. In diesem Fall ist es die Lautstärkedynamik eines Normalhörenden.

Die Mikrofone im Hörgerät nehmen nahezu alle Töne genauso auf, wie sie ein gut hörender Mensch wahrnimmt. Leise Töne, laute Töne – die Lautstärke wird in vollem Umfang ins Hörgerät hereingelassen. Dort wird der Schall dann so weit komprimiert, dass er in die eingeschränkte Dynamik des Schwerhörigen hineinpasst. Leise Töne bekommen eher viel Verstärkung, nämlich so viel, dass sie wieder hörbar werden. Laute Töne dagegen werden wenig verstärkt, manchmal ist eine Verstärkung auch gar nicht nötig. So wird sicher gestellt, dass die gesamte Schallinformation zuverlässig und komfortabel wahrgenommen wird.

Wir finden, dass die Dynamikkompression aus ihrem Mauerblümchen-Dasein befreit werden sollte, immerhin liefert sie eine automatische Lautstärkeanpassung, der Hörgeräte-Träger muss nicht mehr ständig die Lautstärke regulieren. Vielleicht denken Sie einmal an die Kompression, wenn Sie abends gemütlich auf Ihrer Matratze liegen!

Dank der Dynamikkompression und vielen weiteren Features ist das Verstehen mit den neuesten Hörgeräte unglaublich komfortabel. Aber am besten überzeugen Sie sich selbst davon. Wir beraten Sie ausführlich und geben Ihnen gerne ein Hörgerätepaar für ein paar Tage mit nach Hause.

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